Regionales Cluster stellt internationale Partnerschaften in den Fokus

„Regional vernetzt – international initiativ“ – Unter diesem Motto trafen sich am Mittwoch Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, um gemeinsam die Roadmap für die Teilnahme am BMBF Wettbewerb Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken festzulegen.

19. Jour Fixe Bonn.realis in der Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG in Bonn

29.09.2016

„Regional vernetzt – international initiativ“ – Unter diesem Motto trafen sich am Mittwoch Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, um gemeinsam die Roadmap für die Teilnahme am BMBF Wettbewerb Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken festzulegen.

Gastgeber war das Haus der Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG, eines der Gründungsmitglieder des Vereins Bonn.realis (Bonn Research Alliance of Innovative Information Systems in International Quality Food Chain and Crisis Communication).

Dr. Hanns-Christoph Eiden, der Vorsitzende des Netzwerks Bonn.realis, sieht die Mitglieder für das geplante Vorhaben gut aufgestellt, da seit der Gründung im Jahr 2012 die Strategie für die internationale Zusammenarbeit gereift ist und neue Partner mit ins Boot geholt werden konnten. Die Clusterregion Bonn-Rhein-Sieg, Kreis Ahrweiler und Köln demonstriert derzeit, was Bildung, Forschung und Wirtschaft leisten können, wenn sie effektiv ineinandergreifen und gemeinsam an der Umsetzung regionaler Innovationsstrategien arbeiten – so Prof. Dr. Brigitte Petersen vom International FoodNetCenter der Universität Bonn, die die Vorbereitung auf den Wettbewerb koordiniert. Im Vordergrund steht die Innovationsfähigkeit der Region mit Blick auf wissensintensive Dienstleistungen in drei Bereichen: Sicherung internationaler Lebensmittelketten, effiziente „One Health“ Strategien und Umsetzung globaler Nachhaltigkeitsziele.

Am Standort der Vereinten Nationen profitiert die Wissenschaftsregion bereits heute von zahlreichen kooperativen Verbünden wie dem Bio Innovation Park Rheinland, dem Fortschrittskolleg „One Health“, dem Digital Hub Bonn als Start-up Zentrum sowie der grenzübergreifenden Forschungs- und Entwicklungsplattform für die Agrar- und Ernährungswirtschaft GIQS e.V. und der Europäischen Qualifizierungsgenossenschaft EQAsce. Neben dem Brückenschlag zwischen Wirtschaft und Wissenschaft steht die akademische und berufliche Bildung im Fokus, denn in allen Netzwerken wird einhellig ein Mangel an qualifizierten Fachkräften beklagt. Gemeinsam wollen die regionalen Partner auf Augenhöhe mit anderen Innovationszentren in den Niederlanden, Polen, Spanien und Japan weltweit um die besten Köpfe kämpfen. Neue Wege geht das Clustermanagement von Bonn.realis künftig beim Aufbau von weiteren Plattformstrukturen, um die digitale Transformation in Wertschöpfungsketten der Agrar- und Ernährungswirtschaft über Ländergrenzen hinweg zu beschleunigen. Hinzu kommt, den Fachkräftenachwuchs in integralen Studiengängen im Verbund mehrerer Hochschulen und Institute zu qualifizieren. Ein Beispiel hierfür ist der im nächsten Jahr startende Weiterbildungsmaster Global Health.

Drei internationale Initiativen sind bereits gestartet und wurden beim Strategieworkshop von den Firmen Eitco GmbH, ChainPoint B.V. und GS1 Germany GmbH aus dem Cluster vorgestellt. Die Wirtschaftspartner aus der Region lassen sich die Internationalisierungsstrategie als nachhaltigen Ansatz einiges kosten und werden mindestens dieselbe Summe in die Kooperationsvorhaben investieren wie die Regierung.