Sichere Lebensmittel durch innovative Konzepte und Technologien

Bonn.realis (Bonn Research Alliance of Innovative Information Systems in International Quality Food Chain and Crisis Communication) ist ein regionaler Zusammenschluss von wissenschaftlichen Einrichtungen, Unternehmen und Verwaltung in der Region Bonn, Rhein-Sieg, Ahrweiler. Wesentliche Zielsetzung dieses Clusters ist es, durch innovative Konzepte und IT-Lösungen die Sicherheit von Lebensmitteln zu erhöhen und damit auch die Ernährungssicherheit für die Bevölkerung sicher zu stellen.

Regionales Cluster stellt internationale Partnerschaften in den Fokus

19. Jour Fixe von Bonn.realis in der Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG in Bonn

„Regional vernetzt – international initiativ“ – Unter diesem Motto trafen sich am Mittwoch Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, um gemeinsam die Roadmap für die Teilnahme am BMBF Wettbewerb Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken festzulegen.

Gastgeber war das Haus der Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG, eines der Gründungsmitglieder des Vereins Bonn.realis (Bonn Research Alliance of Innovative Information Systems in International Quality Food Chain and Crisis Communication).

Dr. Hanns-Christoph Eiden, der Vorsitzende des Netzwerks Bonn.realis, sieht die Mitglieder für das geplante Vorhaben gut aufgestellt, da seit der Gründung im Jahr 2012 die Strategie für die internationale Zusammenarbeit gereift ist und neue Partner mit ins Boot geholt werden konnten. Die Clusterregion Bonn-Rhein-Sieg, Kreis Ahrweiler und Köln demonstriert derzeit, was Bildung, Forschung und Wirtschaft leisten können, wenn sie effektiv ineinandergreifen und gemeinsam an der Umsetzung regionaler Innovationsstrategien arbeiten – so Prof. Dr. Brigitte Petersen vom International FoodNetCenter der Universität Bonn, die die Vorbereitung auf den Wettbewerb koordiniert. Im Vordergrund steht die Innovationsfähigkeit der Region mit Blick auf wissensintensive Dienstleistungen in drei Bereichen: Sicherung internationaler Lebensmittelketten, effiziente „One Health“ Strategien und Umsetzung globaler Nachhaltigkeitsziele.

Am Standort der Vereinten Nationen profitiert die Wissenschaftsregion bereits heute von zahlreichen kooperativen Verbünden wie dem Bio Innovation Park Rheinland, dem Fortschrittskolleg „One Health“, dem Digital Hub Bonn als Start-up Zentrum sowie der grenzübergreifenden Forschungs- und Entwicklungsplattform für die Agrar- und Ernährungswirtschaft GIQS e.V. und der Europäischen Qualifizierungsgenossenschaft EQAsce. Neben dem Brückenschlag zwischen Wirtschaft und Wissenschaft steht die akademische und berufliche Bildung im Fokus, denn in allen Netzwerken wird einhellig ein Mangel an qualifizierten Fachkräften beklagt. Gemeinsam wollen die regionalen Partner auf Augenhöhe mit anderen Innovationszentren in den Niederlanden, Polen, Spanien und Japan weltweit um die besten Köpfe kämpfen. Neue Wege geht das Clustermanagement von Bonn.realis künftig beim Aufbau von weiteren Plattformstrukturen, um die digitale Transformation in Wertschöpfungsketten der Agrar- und Ernährungswirtschaft über Ländergrenzen hinweg zu beschleunigen. Hinzu kommt, den Fachkräftenachwuchs in integralen Studiengängen im Verbund mehrerer Hochschulen und Institute zu qualifizieren. Ein Beispiel hierfür ist der im nächsten Jahr startende Weiterbildungsmaster Global Health.

Drei internationale Initiativen sind bereits gestartet und wurden beim Strategieworkshop von den Firmen Eitco GmbH, ChainPoint B.V. und GS1 Germany GmbH aus dem Cluster vorgestellt. Die Wirtschaftspartner aus der Region lassen sich die Internationalisierungsstrategie als nachhaltigen Ansatz einiges kosten und werden mindestens dieselbe Summe in die Kooperationsvorhaben investieren wie die Regierung.

18. Jour Fixe: Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan begrüßt Bonn.realis

„Es ist gut, dass es Bonn.realis gibt“, so Herr Ashok-Alexander Sridharan, Oberbürgermeister der Stadt Bonn bei der Begrüßung der Clusterpartner am 18. Jour Fixe von Bonn.realis e.V. Der 2012 gegründete Verein ist ein gutes Beispiel dafür, wie es durch regionale Vernetzung gelingen kann, schneller als an anderen Standorten Lösungsstrategien für globale Herausforderungen einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion und Ernährungssicherheit zu entwickeln. Denn in der Wirtschafts- und Wissenschaftsregion Bonn haben sich Hochschulen, Wirtschaftsförderer, mehrere Bundeseinrichtungen und Verbände sowie ICT- und Dienstleistungsunternehmen als Mitglieder von Bonn.realis einer gemeinsamen Aufgabe gestellt: innovative hightech Lösungen für die Sicherung globaler Lebensmittelströme und öffentlicher Sicherheits- und Gesundheitsvorsorge-Systeme zu entwickeln.

Herr Wilhelmer von der Firma EITCO, Frau Hundt von ChainPoint, Herr Patrick Pongratz von SAS Deutschland, Herr Heiko Janssen von GS1 Germany und Frau  Dr. Lehnert von der European Qualification Alliance EQAsce stellten ihre neuen Technologien und Bildungsangebote vor. Die zunehmende Komplexität der Aufgaben fordert insbesondere bei der Entwicklung von wissensintensiven Dienstleistungen im Qualitäts-, Risiko- und Krisenmanagement kurze Kommunikationswege innerhalb des Clusters und gleichzeitig den Ausbau der Möglichkeiten für eine effektive internationale Zusammenarbeit. Deshalb möchte Bonn.realis sich 2017 am nächsten BMBF-Spitzencluster Wettbewerb für Internationalisierungsstrategien bewerben und für 2018 einen internationalen „Food Safety and Human Health“ Kongress in Bonn organisieren. Dieser Jour Fixe bildete den Startpunkt für diese beiden Aktivitäten.

Neues Bonn.realis Mitglied: EQAsce

Die European Qualification Allicance SCE wurde am 2. Juni 2015 als Europäische Genossenschaft (Societas Cooperativa Europaea, SCE) mit beschränkter Haftung in Bonn gegründet. Die Möglichkeit zur Gründung einer solchen Genossenschaft, auch Societas Cooperativa Europaea (kurz SCE) besteht seit  2006. Die EQAsce bildet auf europäischer Ebene somit das Gegenstück zu den nationalen genossenschaftlichen Rechtsformen in den Mitgliedstaaten.

Neben der Geschäftsstelle in Bonn werden weitere, eigenständige Geschäftsstellen in Warschau (Polen) und Segovia (Spanien) mit jeweils landesspezifischen Aus- und Weiterbildungsangeboten unter dem Dach der EQA entstehen.

Der Hauptzweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung ihrer Mitglieder. Die EQAsce ist Mitglied im Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband (RWGV) und seit März 2016 auch bei Bonn.realis e.V.

Weitere Infos unter www.eqasce.eu. 

17. Jour Fixe: Global Health betrifft jeden

Der 17. Jour Fixe von Bonn.realis am 12. November 2015 zum Thema "Global Health" war mit über 40 Teilnehmern komplett ausgebucht. Das Interesse an diesem hoch aktuellen Thema ist offensichtlich groß.

Herr Prof. Exner (Uniklinik Bonn) stellte den neuen Masterstudiengang "Global Health" vor, bei dem es darum geht, qualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte auszurüsten, um die Strukturen vor Ort zu verbessern und den Menschen ein gesundes Leben zu ermöglichen. Dies gelingt nur durch den Aufbau von stabilen und nachhaltigen Strukturen, um Menschen mit dem Notwendigsten zu versorgen, insbesondere sauberes Wasser und Lebensmittel.

An einem praktischen Beispiel - der sehr weit verbreiteten aber eher unbekannten parasitären Erkrankung "Schistosomiasis" - zeigte Frau Dr. Yvonne Walz (UNU-EHS) wie u.a. Schneckenforscher, Epidemiologen, Geografen und Mediziner Hand in Hand arbeiten müssen, damit einzelne Maßnahmen nicht ins Leere laufen. Bei "Global Health" geht es nicht nur darum, die komplexen Probleme zu erforschen, sondern darum, nachhaltige und wirksame Aktionen empfehlen zu können und diese z.B. durch Vorbeugungs- und Bildungsmaßnahmen zu begleiten.

Was kann Bonn.realis dazu beitragen, die Herausforderungen in diesem komplexen Bereich zu bewältigen? Ein erster Schritt ist schon getan: Bonn.realis vernetzt verschiedenste Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung, um Probleme in Kooperation und Zusammenarbeit lösen zu können. Insbesondere im Bereich Bildung bietet die Wissenschaftsregion Bonn-Rhein/Sieg-Ahrweiler eine bunte Palette an Weiterbildungsmöglichkeiten, u.a. in der neu gegründeten "European Qualification Alliance SCE".

Der nächste Jour Fixe findet im Frühjahr 2016 in Bonn statt. Wenn Sie weitere Informationen erhalten möchten, nehmen wir Sie gerne in den Verteiler auf (kein Newsletter!). Melden Sie sich hierfür bitte bei Bettina Hundt, b.hundt@ChainPoint.com.

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16. Jour Fixe: Was haben wir aus der EHEC-Krise gelernt?

Am 10. Juni trafen sich 25 Teilnehmer zum 16. Jour Fixe von Bonn.realis auf dem Campus Klein-Altendorf in Rheinbach, um über IT-Lösungen zur Sicherung der Lebensmittelsicherheit und zur Optimierung der Krisenbewältigung zu debattieren. Lesen Sie hierzu den vollständigen Artikel auf Freshplaza.

Bonn.realis Partner auf der Hannover Messe 2015

Vom 13.-17. April 2015 präsentieren sich die Bonn.realis Gründungsmitglieder EITCO, die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg sowie die Wirtschaftsförderer der Region auf der Hannover Messe. Auf der weltweit wichtigsten Industriemesse zeigt EITCO die nächste Ausbaustufe des neuen Issue Monitoring Tools. Das gemeinsam konzipierte und entwickelte Issue Monitoring Tool der European IT Consultancy EITCO GmbH und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg unterstützt Institutionen und Unternehmen in allen Phasen einer drohenden oder bestehenden Lebensmittelkrise. Unter Berücksichtigung von bekannten Social Media Plattformen und bis zu weiteren 300 Millionen öffentlich zugänglichen Onlinequellen werden mit Hilfe von schlüsselwortbasierten Suchfiltern und Text Mining-Methoden relevante Inhalte aus dem kontinuierlichen Datenstrom des Internets herausgefiltert. Damit dient die Big Data Anwendung der Krisenprävention, dem Krisenmonitoring und nicht zuletzt einer nachhaltigen und bedachten Krisenreaktion im Ernstfall.

Weitere Infos: hier

15. Jour Fixe: "Mehr Integration ist gefragt!"

Die automatisierte Rhizotronanlage erlaubt die nicht invasive Erfassung von Wurzeleigenschaften von Pflanzen
Die automatisierte Rhizotronanlage erlaubt die nicht invasive Erfassung von Wurzeleigenschaften von Pflanzen

Was haben Bioökonomie und Food Safety gemeinsam? Wo sind die Schnittstellen? Prof. Schurr, Institutsleiter am IBG-2 Pflanzenwissenschaften des Forschungszentrums Jülich, machte deutlich, dass integrative Forschungsansätze das A und O sind, wenn es um Fragestellungen rund um die Bioökonomie geht. Zum Beispiel könnten Medizintechnik und Pflanzenwissenschaften kombiniert werden, um integrative, interdisziplinäre Kooperationen um Mehrwert und Synergien zu schaffen.

Anschließend stellte Frau Prof. Petersen die aktuellen Aktivitäten von Bonn.realis vor, wie zum Beispiel die Beantragung internationaler Projekte und die Gründung der European Qualification Alliance (EQA SCE) als europäische Genossenschaft (SCE). Ein erstes informatives Treffen über die Roadmap der EQA findet am 9. April 2015 im Münster Carré in Bonn statt.

Der 15. Jour Fixe von Bonn.realis fand am 11. März 2015 im Forschungszentrum Jülich beim Bioeconomy Science Center (BioSC) statt.

14. Jour Fixe: Kampf um kluge Köpfe

Bonn.realis Mitglieder auf der 2. Mitgliederversammlung im Business Campus St. Augustin am 13.11.2014

Schwerpunktthema des 14. Jour Fixe von Bonn.realis am 13. November 2014 war der "Kampf um kluge Köpfe". Gastgeber waren dieses Mal die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Business Campus St. Augustin.

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13. Jour fixe "Vor der Krise: Üben, üben, üben!"

Teilnehmer des 13. Jour Fixe, Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG.

Schwerpunktthema des 13. Jour Fixe von Bonn.realis am 12. Juni 2014 war das Thema Risiko- und Krisenmanagement in der Obst- und Gemüsewirtschaft. Gastgeber war dieses Mal die Volksbank Bonn Rhein-Sieg, die als Gründungsmitglied von Bonn.realis mittelständische Betriebe und öffentliche Einrichtung der Region unterstützt.

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12. Jour Fixe: Im Wettbewerb um gute Köpfe hat bonn.realis viel zu bieten

Teilnehmer beim 12. Jour Fixe von bonn.realis in der BLE. © BLE

Rund 30 Teilnehmer tauschten sich am 24. März 2014 anlässlich des 12. Jour Fixe von bonn.realis in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn über die neuesten Entwicklungen zum Thema „Food and Human Safety“ und dem Kampf um gute Nachwuchskräfte aus.
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